Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften

  • Die verdeckte Gewinnausschüttung ist steuerliches Korrektiv für unangemessene Leistungsbeziehungen zwischen Kapitalgesellschaften und ihren Gesellschaftern. Auch nach Jahrzehnten der Diskussion wird in Deutschland nach wie vor um Voraussetzungen und Maßstab der steuerlichen Angemessenheitskontrolle gerungen. Die Arbeit nähert sich daher aus rechtsvergleichender Sicht dem Rechtsinstitut der verdeckten Gewinnausschüttung. Lsungsansätze aus Österreich, der Schweiz und den USA werden jeweils anhand konkreter Anwendungsfälle (Geschäftsführervergütung, Darlehens-/Finanzierungsgestaltungen sowie Wettbewerb durch den Gesellschafter) untersucht und einander gegenübergestellt. Ziel ist es, Erkenntnisse und Erfahrungen anderer Rechtsordnungen für das deutsche Recht nutzbar zu machen.

  • In der ersten Dekade des neuen Jahrtausends war Balkanmusik auf den Weltmusikfestivals, in den Jazzclubs und Tanzlokalen Österreichs allgegenwärtig. Ein musikalischer Balkanboom hatte das Land erfasst. Doch wie kam es dazu? Welche Voraussetzungen waren ntig, damit sich Balkanmusik im sterreichischen Musikleben etablieren konnte? Detailreich zeichnen die AutorInnen dieses Buches die Geschichte der Balkanmusik in Österreich seit 1990 nach. Dabei wird deutlich, dass es nicht nur professioneller MusikerInnen und der Unterstützung am Musikmarkt bedurfte, sondern auch einer spezifischen Präsentationsform, die in der sterreichischen Mehrheitsgesellschaft Resonanz erzeugte.

  • Diese Arbeit geht der Frage nach, ob es eine materielle Polizeipflicht im Polizei- und Ordnungsrecht gibt und ob eine solche Pflicht als verfassungsrechtliche Grundpflicht zu qualifizieren ist. Namentlich die Bejahung der zweiten Frage führt zu einer Erweiterung der Sichtweise auf viele klassische Probleme des Polizei- und Ordnungsrechts, insbesondere bezüglich der Thematik der Begrenzung der Polizeipflicht in den sogenannten Opferfällen oder in den Konstellationen einer Strermehrheit. Auch bezüglich der Frage des Bestehens von Ausgleichsansprüchen des allein die Gefahr abwehrenden Strers gegen die übrigen Strer kommt der Frage nach der Einordnung der materiellen Polizeipflicht als verfassungsrechtliche Grundpflicht Bedeutung zu.

  • Die Literatur der Frühen Neuzeit ist mehr als Vanitas' und Carpe diem', Pest' oder Krieg' sie ist weitaus vielgestaltiger, als diese Schlagworte suggerieren, die frühneuzeitliche Texte nicht selten eher zum Schweigen als zum Sprechen bringen. Unsere Ringvorlesung will gegen solche klischeelastige Monotonie etwas unternehmen: Sie behandelt den faszinierenden Facettenreichtum der spätfrühneuzeitlichen' Literatur zwischen ca. 1680 und 1750. Vorgestellt werden in exemplarischen Analysen wichtige, durchaus auch weniger bekannte literarhistorische Szenarien, und zwar stets mit Blick auf deren Verflechtung mit verschiedenen kulturellen Kontexten. Im Mittelpunkt jedes Vortrags steht ein überschaubarer, zumeist literarischer Schlüsseltext, der im Hinblick auf seine Interaktion etwa mit Musik, bildender Kunst, Theater, Theologie, Medizin oder Politik untersucht wird. Interdisziplinarität des Zugriffs: das bedeutet auch, daß unsere Bochumer neugermanistische Vorlesung in Gastvorträgen Frühneuzeitspezialisten anderer Fächer und Universitäten vorstellt. Und für eine Sitzung verwandelt der Hrsaal sich in eine Bühne: wenn die Dortmunder Schauspielerin Jutta Seifert in einem rasanten Theatersolo Voltaires Candide lebendig werden läßt.

  • Die aktuellen Debatten zeigen, wie schwierig es ist, Grenzen zu ziehen und Grenzwerte festzulegen. Ohne Grenzen jedoch, fehlen uns Orientierung und Positionierung. Viele Grenzen unseres alltäglichen Lebens sind nicht von Natur aus vorgegeben, sie unterliegen vielmehr einem aktiven und partizipativen Aushandlungsprozess. Die Schwierigkeit der Grenzziehung zeigt sich vor allem beim Begriff des Wachstums. Der vorliegende Band nimmt sich der Herausforderung an, Grenzen des Wachstums in den Bereichen Ökonomie, Medien, Kommunikation, Migration und Gesellschaft in essayistischer Weise aufzuzeigen.

  • Unternehmen knnen sich nach geltendem Recht in Deutschland nicht strafbar machen. Aber wen trifft in Zeiten großer Wirtschaftsskandale die Verantwortung für Straftaten, die aus einem Unternehmen heraus begangen werden? Diese Publikation befasst sich, von der klassischen strafrechtswissenschaftlichen Dogmatik ausgehend, mit der strafrechtlichen Unterlassensverantwortung von Geschäftsleitung und Compliance-Beauftragtem im heutigen Unternehmen. Dabei wird ein besonderer Fokus auf die in den letzten Jahren und Jahrzehnten aufgekommene Thematik der Compliance gelegt und ihre zahlreichen Auswirkungen in Gesetzgebung, Rechtsprechung und Literatur aufgezeigt.

  • Das Hamburgische wird von einem Sprachkontakt zwischen Niederdeutsch und Hochdeutsch geprägt, der zu einer wechselseitigen strukturellen Beeinflussung beider Sprachen führte. Die Beiträge zeigen das Spektrum regionalsprachlicher Forschungsansätze, von variationslinguistischen Studien bis hin zu Ansätzen der aktuellen Sprachbiographieforschung und der Betrachtung sprachlicher Variation als Komponente eines umfassenderen semiotischen Systems als Enregisterment. Durch einen solchen multiperspektivischen Ansatz lassen sich die variativen Ausprägungen der Stadtsprache und die Mechanismen sprachlichen Wandels beschreiben. Struktur-, Wahrnehmungs- und Einstellungsdaten sowie biographische Daten sind miteinander ins Verhältnis zu setzen, um Sprachwirklichkeit umfassend erschließbar zu machen.

  • Dieser Sammelband lotet die facettenreiche Praxis des Imitats, Zitats, Plagiats sowie der Herstellung von `Originalen` in Literatur und Kultur der Frühen Neuzeit aus. Die versammelten Fallstudien behandeln nicht nur Gegenstände germanistischer Literaturwissenschaft, sie bewegen sich auch auf dem Gebiet anderer Philologien sowie im Bereich von Malerei, Architektur und Druckgraphik. Ihr gemeinsames Anliegen ist, die Epoche der Frühen Neuzeit von ihr eigentümlichen Organisationsformen des künstlerischen Materials her in den Blick zu nehmen. So leistet der Band einen Beitrag zu einer Literatur- und Kulturgeschichte als einer Geschichte künstlerischer Verfahren. Auf einer beiliegenden CD ergänzt eine elektronische Edition der rekonstruierten Originalfassung des `Trophaeum Mariano-Cellense` den Band.

  • In recent years, India has become a favorite metaphor to describe developments and phenomena considered characteristic of globalization. Rapid economic and population growth, environmental degradation, geostrategic rivalries, mega cities, global cultural production: India has it all. A transnational perspective on the 65 years of India's independence has much to offer and some to add to existing studies. The argument is based on the observation that India has a rich history of transnational connections and exchanges, and that it is important to contextualize India's current developments in its transnational history. Much of what has been happening in the past twenty years has roots which reach back much farther. Only if we study India in the world since 1947 we can understand India in the world today and tomorrow.

  • Bei einer mglichen Umstellung der Fertigungstechnologie auf «Additive Manufacturing», im Allgemeinen oft als 3D-Druck bezeichnet, müssen auch logistische Strukturen hinterfragt werden. Bisherige Untersuchungen dazu beschränken sich meist auf eine qualitative Analyse. Auf Basis eines Standortplanungsproblems aus dem «Operations Research» entwickelt und untersucht der Autor einen neuartigen Ansatz zur Quantifizierung der Auswirkungen von AM auf zweistufige Supply-Chain-Strukturen. Hierfür werden detailliert logistische Implikationen von AM diskutiert und in ein modifiziertes «Two-Stage Capacitated Facility Location Problem» überführt. Anhand von 1.225 Instanzen werden optimale Netzwerkstrukturen für etablierte und additive Fertigungsverfahren bestimmt und mittels sechs logistischer Kennzahlen verglichen.

  • Ausgezeichnet mit dem Frderpreis der Freunde der Universität Augsburg 2009. Parmalat gehrte über Jahrzehnte zu den wichtigen Symbolen für die Wirtschaftsentwicklung Italiens und der Region Parma. Eine tiefgreifende Finanzkrise des Unternehmens 2003/2004 stellte das Identitätssymbol grundlegend in Frage. Die vergleichende Untersuchung der medialen Behandlung der Krise bildet das Rahmenthema dieses Buches. Es widmet sich der Konstitution von kollektiven Identitäten, den Ritualen und Symbolen nationaler und lokaler Identifikation sowie den damit verbundenen gesellschaftlichen Interessen. Die Fallstudie leistet einen sprach- und medienwissenschaftlichen Beitrag zur Theoriediskussion in der Identitätsforschung und geht folgenden Fragen nach: Wie beeinflussen Medien die Bedingungen von Identitätskonstruktionen? Inwieweit sind Unternehmen ambivalente Identitätssymbole, zumal wenn die Corporate Identity krisenhaften Einflüssen unterliegt? Wie werden Identitätsdiskurse konkret versprachlicht und medialisiert?

  • Die Themen `Flucht und Asyl` dominieren seit dem langen Sommer der Migration 2015 die Nachrichtenagenda. Neben den stereotypisierten entmenschlichenden Massendarstellungen der frühen visuellen Berichterstattungen ist von besonderem Interesse, inwiefern Geflüchtete im Zuge der Arbeitsmarktintegration 2015 bis 2018 dargestellt werden. Anhand eines Mixed Methods Designs, einer visuellen Diskursanalyse und einem Online-Experiment, sollen idealtypische Repräsentationen extrahiert und die emotionalen Wirkungen auf die Mediennutzer*innen untersucht werden. Es wird deutlich, dass vor allem anzugtragende, weiße und männliche Politiker den Diskurs dominieren. Soziodemografische Aspekte haben keinen signifikanten Einfluss auf die Wahrnehmung von Integrationsmaßnahmen auf dem Arbeitsmarkt, wohingegen der Kontakt mit Flüchtlingen eine negative Wirkung hat.

  • Macht ist der entscheidende Faktor in der Politik. Der politische Handlungsspielraum wird durch die Macht, eine Handlung auszuführen oder sie zu unterlassen, erst erffnet. Sie ist demnach auch einer der zentralen Untersuchungsgegenstände der Politikwissenschaft. Wie sehr hingegen kulturelle Faktoren dazu beitragen, Machtverhältnisse aufzubauen, zu begründen oder aber in Frage zu stellen, wurde bislang vergleichsweise selten thematisiert. Die beiden Autoren beschäftigen sich genau mit diesen die politische Situation ermglichenden Kräften, die aus herkmmlicher Sicht im Verborgenen agieren. Sie stellen die Frage, inwieweit sich die beiden Systeme Macht und Kultur bedingen und vor allem, in welchem Rahmen dies vollzogen wird. Neben einer ausführlichen theoretischen Diskussion werden die Ergebnisse anhand von konkreten Beispielen überprüft. So werden die der politischen Situation zugrunde liegenden kulturellen Wirkungsweisen sichtbar gemacht.

  • Aufgabenorientiertes Lernen und Lehren hat sich zu einem der führenden Ansätze in der Fremdsprachendidaktik entwickelt. In diesem Band liegt der Fokus auf dem Zusammenspiel zwischen Medieneinsatz und Aufgabenorientierung im Fremdsprachenunterricht (Englisch, Spanisch, Deutsch als Fremdsprache). Einleitend wird ein umfassender Überblick über den Forschungsstand aus einer pädagogisch-soziokulturellen Perspektive gegeben. Neben dem Einsatz von traditionellen Medien, wie Film, geht es in den Beiträgen um die Entwicklung und den Einsatz von Multimedia-Software sowie internetbasiertem Material (webquest), Projekte im Bereich der Telekollaboration und den Einsatz neuer technischer Werkzeuge, wie weblogs, wikis und interaktive whiteboards. Die Forschungskontexte umfassen die Grundschule, Sekundarstufe und die Lehrerausbildung auf der Hochschulebene.

  • From the beginning, Constructive Realism has been a culturally orientated philosophy of science by the introduction of the concept of lifeworld. This book brings together contributions from the field of philosophy, Chinese medicine and the science of psychotherapy. The authors discuss the relation of Constructive Realism and culture or rather the concept of science under the aspect of cultural dependency. Since the beginning of the new century the manifold research on Chinese Medicine offered concrete examples for a cultural dependency of science. Thereby, the book shows the rare or even unique situation that philosophy became concrete.

  • Soziodemographische Entwicklungen sowie ein Wertewandel in der Gesellschaft haben bei Kunden von Handelsunternehmen eine zunehmende Nachfrage nach Einkaufsconvenience ausgelst. Einerseits stellt dies Handelsunternehmen vor neue Herausforderungen; andererseits sehen Handelsmanager auch ein besonderes Zukunftspotenzial in diesem Trend. In der Arbeit wird Einkaufsconvenience in Analogie zum Einkaufsprozess mit den fünf Dimensionen Entscheidungs-, Zugangs-, Such-, Abwicklungs- und Nachkaufconvenience konzeptionalisiert. Der Autor untersucht auf Basis einer umfangreichen empirischen Erhebung, welche Auswirkungen die einzelnen Einkaufsconvenience-Dimensionen auf wichtige Erfolgsgrßen von Handelsunternehmen (z. B. Kundenzufriedenheit, Kundenloyalität und Preisbereitschaft) haben. Darüber hinaus wird erarbeitet, bei welchen Konsumentengruppen die Auswirkungen besonders stark oder schwach ausgeprägt sind.

  • Hegels «Objektive Logik» steht für den Versuch, ein absolutes Kategoriensystem der Philosophie zu entwickeln. «Absolut» nennt Hegel dieses System, weil es alle mglichen systematischen Kategorienordnungen der Philosophie in sich enthält und systematisch zu entwickeln versucht. Ausgehend von Hegels These, dieses absolute Wissen letztlich nur als selbstreflexives Wissen begreifen zu knnen, unternimmt der Autor den Versuch, die «Seinslogik» Hegels in selbstreflexiven Kategorialbegriffen zu rekonstruieren. Es ist der Versuch nachzuweisen, dass eine selbstreflexive Dekonstruktion der Logik Hegels allein jene Gestalt sei, in der sie weiterhin systembildend wirken knne.

  • Dieses Buch befasst sich mit der Folter im Beweisverfahren der Leges Visigothorum, namentlich der Gesetzgebung des westgotischen Knigs Chindasvinth in diesem Bereich. Die Besonderheiten in Chindasvinths umsichtigen Folterregelungen werden auf ihre gesetzgeberischen Motive sowie eventuelle Vorbilder untersucht. Die Untersuchung zeigt vor allem eine weitgehende gesetzgeberische Eigenleistung Chindasvinths, die sich unabhängig von mglichen Vorbildern auf seine eigenen gesetzgeberischen und politischen Intentionen gründet.

  • Geschäftsleiter von Kapitalgesellschaften sehen sich nicht selten Verhaltensanforderungen ausgesetzt, die in einem scheinbar unlsbaren Widerspruch zueinander stehen: So sollen sie bei materieller Insolvenz der Gesellschaft keine Zahlungen leisten, gleichzeitig aber unter Strafandrohung Sozialversicherungsbeiträge abführen. Sie sollen räuberische Aktionäre nicht «auskaufen» dürfen, gleichzeitig aber Schäden von der Gesellschaft fernhalten. Bei Vorstandsdoppelmandaten sollen sie sogar mehreren Gesellschaften dienen, dabei aber nur die Interessen einer Gesellschaft verfolgen. Leitungsorgane fragen sich zu Recht, wie sie sich in einem solchen Dilemma verhalten sollen. Dieses Buch gibt ihnen erstmals fallübergreifende Regeln zur Bewältigung von Pflichtenkollisionen an die Hand.

  • Dieser Band beschäftigt sich mit neuen Instrumenten des Multimedia Marketings. Betrachtet werden Location-Based-Services (LBS) im Jugendbereich, Webinare und Quick Response (QR)-Codes. Im ersten Beitrag werden die betriebswirtschaftlich relevanten Rahmenbedingungen zu Location-Based-Services unter besonderer Berücksichtigung der Wertschpfungsstrukturen thematisiert. Zusätzlich wird aufgezeigt, wie Location-Based-Services im Jugendbereich wahrgenommen sowie genutzt werden und welche Zahlungsbereitschaften für verschiedene Dienste bestehen. Der Schwerpunkt des zweiten Beitrags liegt in der empirischen Untersuchung der neuen Kommunikationsform Webinar. Es werden die grundlegenden Charakteristika von Webinaren, die Darstellung der wesentlichen Gestaltungsanforderungen aus Sicht des Users sowie deren Integrationsmglichkeiten in Organisationen vorgestellt. Auf Basis einer Primärdatenerhebung wird altersgruppenspezifisch die Bekanntheit, Teilnahme, Brancheneignung, Zahlungsbereitschaft und Akzeptanz von Werbung sowie vorhandene technische Hürden von Webinaren analysiert. Der dritte Beitrag errtert die theoretischen Rahmenbedingungen, Anwendungsmglichkeiten und Perspektiven von QR-Codes in Deutschland. Anschließend wird die Nutzung und Akzeptanz von QR-Codes auf Basis einer empirischen Trend-Studie diskutiert.

  • Chinas Modernisierung wird nur allzu oft als Verwestlichung fehlinterpretiert. Während die China-Berichterstattung zwischen Faszination und Furcht schwankt und Fehler ausländischer Marktakteure nicht abreißen, zeigt ein Vergleich der unternehmerischen Einfluss- und Erfolgsfaktoren vom Kaiserreich bis zur Gegenwart, dass entscheidende Merkmale unverändert gelten. Wirtschaftlicher Erfolg lässt sich demnach auch in China planen. Das Buch enthält Statements von Jrg Ayrle, CFO Specialty Lighting Osram GmbH, Dr. Hansueli Bruderer, Chairman and General Manager Viessmann China, Wolfgang Haak, Vice-President Corporate Strategy Beiersdorf AG, Wolfgang Kohl, President China Gruner + Jahr AG & Co KG, Dr. Stefan Schmitgen, Director McKinsey & Company, Peking, Michaela Stolz-Schmitz, Vice-President, Director Major Events and Corporate Cultural Affairs Siemens Ltd. China, Peter Tichauer, Chefredakteur ChinaContact, Prof. Dr. Dr. Harro von Senger, Universität Freiburg im Breisgau, Christoph Graf von Waldersee, Managing Director Asia Water Development Corporation Limited (HK) und Jrg Wuttke, Chief Representative BASF (China) Company Limited.

  • Das Übergangsmandat zielt darauf ab, die Beschäftigten in der für sie besonders kritischen Phase im Anschluss an eine Umstrukturierung vor dem Verlust der Beteiligungsrechte zu schützen. Der Gesetzgeber hat dieses Schutzbedürfnis der Beschäftigten anerkannt und seit 1991 in mehreren Einzelvorschriften Regelungen über eine zeitlich begrenzte Fortdauer der Amtszeit des Betriebsrates getroffen, um vertretungslose Zeiträume bis zur Wahl einer neuen kollektiven Interessenvertretung zu vermeiden. Durch das am 28. Juli 2001 in Kraft getretene BetrVerf-Reformgesetz wurde das allgemeine Übergangsmandat des Betriebsrates in § 21a BetrVG verankert. Es ist jedoch festzustellen, dass eine umfassende Ausgestaltung nicht erfolgt ist, weswegen das Übergangsmandat des Betriebsrates nach wie vor Gegenstand der arbeitsrechtlichen Diskussion ist. Problematisch sind z. B. die Fragen, wann eine das Übergangsmandat auslsende Umstrukturierung vorliegt und ob auch anderen kollektiven Gremien ein Übergangsmandat zuzuerkennen ist.

  • Die Arbeit thematisiert die Zulässigkeit und Notwendigkeit beratender Hauptversammlungsbeschlüsse. Abgesehen von den gesetzlich geregelten Fällen kommt der Autor zum Ergebnis, dass sich deren Zulässigkeit nicht begründen lässt, da die klare Kompetenzzuweisung in der Aktiengesellschaft abschließenden Charakter hat. Des Weiteren wird das Vergütungsvotum nach § 120 Abs. 4 AktG - selbst ein beratender Hauptversammlungsbeschluss - näher untersucht: Was ist unter dem Vergütungssystem zu verstehen? Welcher Beurteilungsspielraum steht der Hauptversammlung offen? Baut ein einmal gefasster Vergütungsbeschluss Vertrauensschutz auf? Kritisch beleuchtet werden ferner das Verhältnis zum Entlastungsbeschluss, die gesetzlich angeordnete Rechtsfolgenlosigkeit und der Ausschluss der Anfechtbarkeit.

  • Dieser Sammelband präsentiert eine Auswahl der Vorträge, die im Rahmen des 2. Studierendenkongresses der Komparatistik an der Universität Bonn gehalten wurden. Literatur- und Kulturwissenschaften sind ohne das Spannungsfeld Literatur und Mythos nicht denkbar. Mythische Denkmuster sind stets Teil des gesellschaftlichen Bewusstseins und der geführten Diskurse. Dass antike mythische Stoffe in der Literatur- und Kulturgeschichte omnipräsent sind, wird dadurch deutlich, dass immer wieder Motive, Figuren und narrative Muster dieser Stoffe literarisch oder künstlerisch verarbeitet und bis in unsere heutige Zeit hinein rezipiert und erneuert werden. Der Sammelband spiegelt diese Vielfalt der Mythenrezeption sowie die Relevanz des Themas für unterschiedlichste Forschungsdisziplinen wider.

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