Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften

  • Greift die Bundesnetzagentur regulierend in das Marktgeschehen nach dem TKG ein, betrifft dies regelmäßig nicht nur den Regulierungsadressaten, sondern auch andere zugangsberechtigte Netzbetreiber und Diensteanbieter. Dementsprechend ist der Drittschutz im Rahmen der Marktregulierung ein Feld, das seit einigen Jahren vermehrt Gegenstand gerichtlicher Äußerungen gewesen ist. Zusätzlich aufgeladen wird diese Thematik durch die richtlinienrechtliche Vorsteuerung.
    Im Fokus dieser Untersuchung steht die Ermittlung des drittschützenden Gehalts der Marktregulierungsnormen sowie eine systematisierende Einteilung der drittschützenden Regelungen. Behandelt werden neben überkommenen Kriterien zur Bestimmung drittschützender Normen auch Ansätze zur Bewältigung multipolarer Konfliktlagen und Richtlinienvorgaben.

  • Das Buch setzt sich vor dem Hintergrund der aktuellen Rechtsprechung mit der Frage auseinander, ob verdeckte Gewinnausschüttungen einer GmbH zugleich schenkungsteuerliche Folgen nach sich ziehen knnen. Besondere Probleme stellen sich, wenn mehrere Personen an der Vermgensverschiebung beteiligt sind. Es gelingt dem Autor, die vielschichtigen und rechtsgebietsübergreifenden Probleme im Zusammenhang mit Vermgensverschiebungen zwischen Kapitalgesellschaften und ihren Gesellschaftern sowie nahestehenden Personen in einer einheitlichen Darstellung zu erfassen. Unter kritischer Auseinandersetzung mit den in Rechtsprechung und Literatur vertretenen Lsungsansätzen legt er dar, dass das Steuerrecht bei sachgerechter Auslegung bereits eine systematische Lsung zur Verfügung stellt.

  • Niemals zuvor war die Kritik an den Ratingagenturen grßer als in jüngerer Vergangenheit. Durch spektakuläre Fehlbewertungen im Bereich der strukturierten Finanzmarktprodukte tragen die Agenturen einen erheblichen Anteil an der Krise an den internationalen Finanzmärkten. Als Reaktion auf die mangelnde Qualität der von den Agenturen vergebenen Ratings wurden Rufe nach einer Regulierung immer lauter. Eine aufsichtsbehrdliche Regulierung schien daher unausweichlich, so dass die Europäische Union 2009 eine Verordnung über Ratingagenturen als Antwort auf all die aufgeworfene Kritik verabschiedete. Die Arbeit setzt sich mit den von der EU verabschiedeten Maßnahmen auseinander und geht zudem der Frage nach, ob diese in der Lage sind, den Qualitätsstandard von Ratings zu sichern und somit das Vertrauen in die Agenturen wieder herzustellen.

  • Das Bell-Lancaster-System der Unterrichtsorganisation war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts das erste weltweit verfügbare Modell für die praktische Bewältigung jener zahlreichen organisatorisch-pädagogischen Probleme, die mit dem Aufbau «nationaler» Erziehungssysteme einhergingen. Die Studie analysiert den erstaunlichen Verbreitungserfolg dieses maßgeblich von gemeinnützigen Organisationen getragenen Systems anhand moderner Nonprofit-Marketingkonzepte und kommt auf diese Weise zu überraschenden Einsichten und innovativen Erklärungsansätzen. Darüber hinaus diskutiert sie ihre Ergebnisse mit Blick auf die spannungsreiche, gerade auch für heutige Globalisierungsverläufe charakteristische Verflechtung von Diffusions- und Rezeptionsprozessen. Damit erweitert die Studie nicht nur die bildungsgeschichtliche Debatte, sondern schließt aus historischer Sicht auch an aktuelle Probleme der Nonprofit-Forschung und einer interdisziplinär ausgerichteten Globalisierungsdiskussion an.

  • Dieses Buch stellt umfassend die zivilrechtlichen Haftungsverhältnisse für Schiedsrichterentscheidungen im deutschen Profifußball dar. Der Autor begutachtet die Haftung der Schiedsrichter, des DFB und des Ligaverbandes für Spielmanipulationen, falsche Tatsachenentscheidungen und Regelverstße des Schiedsrichters während eines Fußballpflichtspiels. Er beantwortet die Frage, ob Bundesligavereine und deren Lizenzspieler mglicherweise einen Anspruch auf den Einsatz technischer Hilfsmittel im Fußball haben. Dabei wird deutlich, dass das moderne Fußballgeschäft juristisch unterschätzt wird. Trotz Geltung und Anwendung der Vereinsautonomie darf nicht vergessen werden, dass der Sport keinen rechtsfreien Raum darstellt, sondern der Beachtung zwingender gesetzlicher Normen bedarf.

  • Das Buch befasst sich mit der Behandlung der sogenannten Sondervergütungen nach dem Recht der Doppelbesteuerungsabkommen. Die Einordnung der den Sondervergütungen zuzurechnenden Einkünfte unter die Doppelbesteuerungsabkommen ist wegen der weltweit bestehenden Unterschiede bei der Besteuerung der Personengesellschaften problematisch. Dies gilt umso mehr, als Finanzverwaltung und Gesetzgeber das Ziel verfolgen, ein umfassendes Besteuerungsrecht Deutschlands für die Sondervergütungen zu ermglichen. Der jüngste Versuch des Gesetzgebers, dieses Ziel zu erreichen, stellt die Regelung des § 50d Abs. 10 EStG dar. Das Buch errtert die im Zusammenhang mit § 50d Abs. 10 EStG auftretenden Probleme und kommt zum Ergebnis, dass der Gesetzgeber sein Ziel weitestgehend nicht erreicht hat.

  • Die IFRS-Rechnungslegung sieht sich derzeit mit dem Vorwurf einer zunehmenden Komplexität konfrontiert. Neben der DPR und dem IDW äußern sich auch Stimmen in der Literatur kritisch in diese Richtung. Gleichwohl ist dieser allgegenwärtige Eindruck noch für zu wenige Jahre mit zu wenig originären empirischen Daten belegt. Dieses Forschungsdefizit versucht der Autor zu beheben. Er widmet sich der Entwicklung einer Theorie von Komplexität in der Rechnungslegung anhand der Systemtheorie. Auf Basis eines Systematisierungsversuchs findet eine empirische Untersuchung einer Komplexitätszunahme in der IFRS-Rechnungslegung statt.

  • Seit jeher wird von Arbeitgeberseite gefordert, den Wegeunfall aus der gesetzlichen Unfallversicherung auszugliedern. Die Unternehmer tragen mit ihren Beiträgen das Risiko der Arbeitswege von Arbeitnehmern, obwohl diese dem Einfluss der Unternehmer weitgehend entzogen sind. Durch Einführung des Werkstorprinzips im Steuerrecht wird diese Ansicht bekräftigt. Die Entfernungspauschale wurde abgeschafft und die Arbeitswege der Privatsphäre zugeordnet. Das Werkstorprinzip wurde jedoch für verfassungswidrig erklärt. Der Autor macht deutlich, dass hinsichtlich der Versicherung des Wegeunfalls Reformbedarf besteht und geht der Frage nach, ob auch in der Unfallversicherung das Werkstorprinzip denkbar ist, sofern die Verfassungswidrigkeit des steuerrechtlichen Werkstorprinzips dem nicht entgegensteht.

  • Die konfliktbeladenen Entwicklungen in der argentinischen Erinnerungskultur und die vergangenheitspolitischen Debatten im Umgang mit der letzten Militärdiktatur werden aus verschiedenen disziplinären Perspektiven von Expertinnen und Experten aus der deutschsprachigen Lateinamerikaforschung sowie aus Argentinien beleuchtet.

  • In this volume sixteen essays, in either German or English, present readings of international narratives for children and young adults (CYAL), including films and picture books, within a narratological framework. The works discussed come from different countries: Australia, Canada, Ecuador, Germany, Greece, New Zealand, Norway, Poland, the United Kingdom, and the USA. The contributors combine classical narratology with other approaches in narrative theory. This methodological approach leads to readings that produce new insights on the structure and meaning of the texts discussed.
    Der Sammelband enthält sechzehn Artikel, teils auf Deutsch, teils auf Englisch, die sich mit dem Erzählen in Texten der internationalen Kinder- und Jugendliteratur sowie in Filmen beschäftigen. Die Beispiele stammen aus zehn verrschiedenen Ländern: Australien, Deutschland, Ecuador, Griechenland, Großbritannien, Kanada, Neuseeland, Norwegen, Polen und den USA. Die Beiträger verbinden die klassische Narratologie mit neueren geschichtlichen Entwicklungen und Ansätzen in der Erzählforschung. Auf diese Weise ergeben sich neue Einsichten in Struktur und Bedeutung der untersuchten Texte und Filme.

  • Das Betriebsverfassungsgesetz statuiert für die Mitglieder des Betriebsrats ein umfassendes Benachteiligungs- und Begünstigungsverbot. Ergänzend stellt das Betriebsverfassungsgesetz klar, dass das Betriebsratsamt unentgeltlich als Ehrenamt zu führen ist. Während zur Frage einer mglichen Benachteiligung umfangreiche Literatur und Rechtsprechung existiert, ist die Begünstigung von Mitgliedern des Betriebsrats erst jüngst durch ffentlich bekannt gewordene Fälle, etwa in Form sogenannter Lustreisen, in Erscheinung getreten. In der betrieblichen Praxis spielt indes die Vergütung von Betriebsratsmitgliedern eine wesentlich bedeutendere Rolle. Rechtspolitisch trifft dabei das Ehrenamtsprinzip auf eine zunehmend geforderte Professionalisierung des Betriebsratsamtes.

  • Immaterialgüterrechte wie Patente, Marken oder Urheberrechte stellen in der heutigen Wissensgesellschaft elementare Werte dar. Für Unternehmen stellt sich die Frage, wie dieses verrechtlichte Wissen in der Bilanz angesetzt und bewertet werden kann, darf und muss. Der Autor geht dieser Frage anhand der für den deutschen Rechtskreis maßgeblichen Rechnungslegungssysteme des Handelsgesetzbuches (HGB) und der International Financial Reporting Standards (IFRS) nach, die er ausführlich und kritisch vergleicht und bewertet. Hierauf aufbauend folgen konkrete Vorschläge für gesetzliche Änderungen, die auch ein selbst entwickeltes Bewertungssystem umfassen. Neben der Auseinandersetzung mit den Neuerungen im HGB durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) steht dabei insbesondere die Vereinfachung und weitere Objektivierung der Bilanzierung von Immaterialgüterrechten im Vordergrund.

  • Der Schutz von Patentrechten ist wesentlich für die Entwicklung moderner Industrie- und Wissensgesellschaften. Für einen wirksamen Patentschutz reicht es dabei nicht aus, dass der betreffende Staat geeignete materiellrechtliche Schutzrechte zur Verfügung stellt. Vielmehr müssen die Durchsetzungsorgane auch imstande und willens sein, diese Schutzrechte zu verwirklichen. Bei der tatsächlichen Durchsetzung von Patentrechten ist Südkorea seinem Nachbarn China weit voraus. Die vorliegende Arbeit zeigt die Vollzugsdefizite im chinesischen Patentrecht auf und erforscht Mglichkeiten zu deren Behebung. Dabei kann Südkorea sowohl in rechtlicher als auch in soziokonomischer Hinsicht als Modell für China dienen.

  • Die Arbeit befasst sich schwerpunktmäßig mit dem postmortalen Schutz und der Übertragbarkeit des allgemeinen Persnlichkeitsrechts. Sie vergleicht die für das allgemeine Persnlichkeitsrecht entwickelten Grundsätze mit den für das Urheberpersnlichkeitsrecht geltenden Regelungen. Angesichts diverser Parallelen zwischen beiden Rechten kommt die Arbeit zu dem Ergebnis, dass sowohl die ideellen als auch die materiellen Bestandteile des allgemeinen Persnlichkeitsrechts ebenso wie das Urheberpersnlichkeitsrecht nach dem Tode des Rechtsträgers auf die Erben übergehen sollten. Darüber hinaus legen die bestehenden Gemeinsamkeiten eine rechtliche Gleichbehandlung beider Rechte hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit nahe. Die Arbeit spricht sich für die Mglichkeit dinglicher Rechtsgeschäfte aus.

  • Mit Inkrafttreten des Reichsimpfgesetzes 1874 formierten sich die latent vorhandenen Kritiker zu einer organisierten Impfgegnerschaft. Um deren Beweggründe, Argumente und die Verbindungen der Protagonisten untereinander zu erfassen, bietet sich ein regionaler Bezugsrahmen an. Er ermglicht es, die individuellen Kontexte der Impf(zwang)gegner zu ermitteln, ihre Vernetzungen aufzudecken und zu zeigen, wie dieses Netzwerk arbeitete. Zudem wird untersucht, inwieweit die Impfgegner in Hessen in die zeitgenssische Lebensreformbewegung integriert waren.
    Moderne Impfkritiker, die über das World Wide Web vernetzt sind, tragen mit dazu bei, dass schwerwiegende Infektionskrankheiten wie Masern immer wieder ausbrechen.

  • On the occasion of Hermann J. Real's seventy-fifth birthday, this collection honours a scholar whose contagious curiosity has been dedicated to the study of Jonathan Swift's life and works for the past four decades. The contributions cover multiple aspects of the Dean's writings as well as a number of eighteenth-century contexts. They not only celebrate the Director of the Ehrenpreis Centre at the Westfälische Wilhelms-Universität, Münster, the Editor of the annual Swift Studies, and the convener of six international Münster symposia on the Dean of St Patrick's, but they also pay homage to the mentor, colleague, and friend. At the same time, they reflect the enduring vitality of Swift studies, which it has been one of Hermann J. Real's greatest academic achievements to promote.

  • Interest in Shaftesbury is as lively and productive today as it ever was. Indeed, the past decade has seen a veritable international renaissance in studies of his work. The various theoretical approaches of which modern critics and scholars can avail themselves are reflected in the different new interpretations we now have of Shaftesbury. This collection of essays manifests this diversity, offering a representative miscellany which covers a wide range of Shaftesbury's own intellectual interests. The focus lies on the re-evaluations of his ethics, aesthetics, politics, religion, and literary criticism, as well as examinations of the reception of his works.

  • Diese Arbeit setzt sich mit dem Problem der Dritthaftung von Gutachtern am Beispiel fehlerhafter Kunstexpertisen und Aufnahmeentscheidungen in den Catalogue raisonné auseinander. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen die Voraussetzungen und die Reichweite der Vertrauenshaftung auf der Grundlage von
    280 Abs. 1, 241 Abs. 2 i.V.m. § 311 Abs. 3 S. 2 BGB. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Bestimmung der Sorgfaltspflichten des Kunstexperten und des Werkverzeichners bei der Begutachtung von Kunstwerken, wobei das komplexe Verhältnis der unterschiedlichen Erkenntnisquellen und Untersuchungsmethoden zueinander analysiert und die Frage der Haftung für verschiedene Fallkonstellationen praxisnah betrachtet wird.

  • Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob und inwieweit die Vorstandsvergütung innerhalb einer faktisch abhängigen AG an der wirtschaftlichen Entwicklung der Muttergesellschaft ausgerichtet werden kann. Hierzu wird zunächst ein Überblick über die verschiedenen praxisrelevanten Vergütungsmodelle verschafft. Anschließend wird das Spannungsverhältnis zwischen den Regelungen und Wertungen des allgemeinen Gesellschaftsrechts auf der einen Seite und den spezifischen Regelungen und Wertungen des Aktienkonzernrechts auf der anderen Seite aufgezeigt. Es wird sodann der Versuch unternommen, diesen sich hieraus ergebenden Normenkonflikt praxistauglich aufzulsen.

  • Das Buch befasst sich mit der VVG-Reform und dessen grundlegender Neugestaltung des Lebensversicherungsrechts. Der VVG-Gesetzgeber entschied sich dabei nach langer Diskussion für ein System von Informations- und Beratungspflichten sowie (halb-)zwingenden produktgestaltenden Vorgaben auf vertragsrechtlicher Ebene. Lux hinterfragt in seinem Buch, ob diese Neuerungen mit dem Europäischen Recht vereinbar sind. Er arbeitet sowohl primärrechtliches Übermaßverbot als auch eine sekundärrechtliche Hchstnormwirkung für das Lebensversicherungsvertragsrecht heraus und misst die Neuregelungen an diesen Maßstäben. Dabei bestärken sich europarechtliche Bedenken, weshalb das Lebensversicherungsrecht auch zukünftig im Fokus bleiben wird.

  • Dieses Buch verschafft einen Überblick über die Produktbeobachtungspflicht. Zur Erfüllung dieser Pflicht kommen als Gefahrabwendungsmaßnahmen insbesondere Warnungen und Rückrufe des Produkts in Betracht. Neben den dogmatischen Grundlagen behandelt der Autor auch Art und Ausmaß sowie etwaige Folgen einer Verletzung der Produktbeobachtungspflicht bzw. US-amerikanischen post-sale duties. Vor diesem Hintergrund werden Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten beider Rechtssysteme in diesem produkthaftungsrechtlichen Teil erläutert. Im Ergebnis sollte zumindest eine Warnung vor den Produktgefahren ausgesprochen werden, während der Rückruf des Produkts die ultima ratio bleiben und nicht zum Regelfall werden sollte.

  • Doping im Sport ist ein strafwürdiges und strafbedürftiges Unrecht. Ob die bisherigen Strafvorschriften nicht ausreichend waren und das Anti-Doping-Gesetz nunmehr ein adäquates Mittel zur Dopingbekämpfung im Sport darstellt, ist Gegenstand dieser Untersuchung. Für ein umfassendes Verständnis eruiert der Autor das Problem des Sportdopings zunächst aus soziologischer und historischer Perspektive. Darauf aufbauend erfolgt in einem zweiten Schritt die strafrechtliche Würdigung des Sportdopings de lege lata. Dabei werden etwaige Strafbarkeitslücken des strafrechtlichen Dopingverbots aufgezeigt. Unter Berücksichtigung erster praktischer Erfahrungen verweist der Autor auf die Auslegungs- und Anwendungsprobleme des Anti-Doping-Gesetzes und konstatiert als Ergebnis mgliche Änderungsvorschläge.

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