Springer Spektrum

  • Selbststudium ist ein wichtiges Element im Zuge der Digitalisierungsbestrebungen an Hochschulen. Das Projekt optes widmet sich dem digitalen, begleiteten Selbststudium im Fach Mathematik. Es bietet mit seinen webbasierten Angeboten die Mglichkeit, das Selbstlernen in der Studienvorbereitung zu unterstützen, um so die Abbruchquoten in MINT-Fächern zu reduzieren. Neben dem Studienvorbereitungsprogramm und Assessment-Tools in der Mathematik im Lernmanagementsystem ILIAS wurden in optes diverse Materialien zur Lernprozessbegleitung entwickelt, inklusive adaptiver Lernempfehlungen, diagnostischer Testverfahren zur Prüfung des Wissensstandes (vor und während des Studiums), Selbstreflexionstools und überfachlicher Lernmodule sowie persnliche E-Mentoring- und E-Tutoring-Programme. Der vorliegende Open-Access-Sammelband stellt die wissenschaftlichen Erkenntnisse und praktischen Umsetzungen aus dem Projektkontext von optes dar.

  • Die Autoren stellen eine in dieser Form noch nicht vorhandene Untersuchung von Hanginstabilitäten im System "Hart auf Weich" vor, die weltweit ein erhebliches Gefahrenpotenzial sind. Anhand von vier alpinen Fallbeispielen werden Ursachen und Erscheinungsbild instabiler Felshänge untersucht, deren Auswirkungen abgegangene oder potenzielle Felsstürze sind. Eine Besonderheit ist, dass durch teilweise über einen Zeitraum von 30 Jahren andauernde Messungen den steuernden externen Einflüssen nachgegangen werden konnte.

  • Wer hat ihn nicht, den Traum vom mühelosen, zufriedenen und erfolgreichen Leben? Aber immer aufs Neue wird ganz ernüchternd deutlich: Träumen alleine hilft nicht! Denn um einen anerkannten Platz im jeweiligen Lebensumfeld zu erhalten, ist Wollen und Knnen, kurz zielgerichtetes Handeln erforderlich. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Resilienz, d.h. Ich-Stärke bzw. die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Widrigkeiten des Lebens. Denn diese entscheiden darüber, ob wir unsere eigenen Talente nutzen oder nicht. Auch  reagieren widerstandfähige Menschen gelassener auf Alltagsstrungen und geraten nicht ständig in Ärger oder Konflikte, frei nach der Devise: Was strt's den Mond, wenn ihn ein Hund anbellt'! Zielsetzung dieses Lebenspraxis-Buches ist es,  die verschiedenen Facetten und Faktoren der Resilienz zu beleuchten. In anschaulich lockerem, allgemeinverständlichem Stil bringt der Bestsellerautor die Inhalte informativ und praxisnah auf den Punkt. Herausgestellte Kernsätze sollen ein Querlesen' ermglichen und neugierig machen. Ein Quellennachweis von Zitaten plus Literaturliste und Stichwortverzeichnis bietet für Fachkräfte und andere recherchierende Interessiertewertvolle Zusatzinfos.?? ??Obwohl das Buch nicht als Ratgeber gedacht ist, steht doch klar die Entdeckung der eigenen - vielleicht schlummernden - Fähigkeiten im Zentrum, um so für den Leser zur Ermutigung für das Leben in Beruf, Partnerschaft, Familie, Freundschaft und Freizeit beizutragen. Der Leser bekommt eine Anleitung, wie man den eigenen "Resilienz-Faktor Ich" weiter entwickeln und voll zur Geltung bringen kann. Dazu gibt es viele komprimierte Informationen, Selbsteinschätzungsaufgaben, Praxis-Übungen und Umsetzungsbeispiele, die in einer sehr lebensnahen und leichten Sprache die notwendigen Informationen und Starthilfe geben.  So verbirgt sich in dem Werk ein grosses Potential, dem Leser neben der Information zum Thema Resilienz zu mehr Zufriedenheit und Lebensqualität zu verhelfen. ?

  • Die Mathe-Wichtel stammen aus dem Schülerwettbewerb der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV), bekannt als Mathe im Advent. Für dieses Buch wurden die schnsten Aufgaben der letzten Jahre ausgewählt und umfassend überarbeitet. Sie geben auf humorvolle Art einen Einblick in die wunderbare Vielfalt der Mathematik, frdern den mathematischen Entdeckungsdrang und das kreative Weiterdenken auf spielerische Weise. So erweitern sie das in der Schule vermittelte Bild der Mathematik und begeistern selbst diejenigen, die mit ihr bisher auf Kriegsfuß standen. Für Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe (insbesondere Klassen 7-9), Eltern, Mathematiklehrer(innen) und allgemein für alle an Mathematik und Problemlsen interessierte Laien.  

  • Die Mathe-Wichtel stammen aus dem Schülerwettbewerb der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV), bekannt als Mathe im Advent. Für dieses Buch wurden die schnsten Aufgaben der letzten Jahre ausgewählt und umfassend überarbeitet. Sie geben auf humorvolle Art einen Einblick in die wunderbare Vielfalt der Mathematik, frdern den mathematischen Entdeckungsdrang und das kreative Weiterdenken auf spielerische Weise. So erweitern sie das in der Schule vermittelte Bild der Mathematik und begeistern selbst diejenigen, die mit ihr bisher auf Kriegsfuß standen. Für Schülerinnen und Schüler ab der Grundschule (insbesondere Klassen 4-6), Eltern, Mathematiklehrer(innen) und allgemein für alle an Mathematik und Problemlsen interessierte Laien.

  • Das Labor ist Ausgangspunkt für die medizinische, pharmazeutische, chemische und biowissenschaftliche Forschung. Fachwissenschaftliches Englisch ist heute im Labor Voraussetzung für effiziente Kommunikation und erfolgreiches Arbeiten. Die entsprechenden Bezeichnungen von Laborausstattung, Geräten, Methoden und Technologie sollten genauso beherrscht werden wie die von Chemikalien und der sicherheitsrelevanten Terminologie. Das Wrterbuch enthält einen Grundwortschatz mit  12.500 Begriffen in jeder Sprachrichtung (Deutsch Englisch), der dem Benutzer das Leben, Überleben und Arbeiten im Labor erleichtert. Nützlich ist das Wrterbuch für das Verständnis von Handbüchern, Katalogen, Gebrauchs- und Bedienungsanweisungen die bei Laborgeräten mitgeliefert werden ebenso wie für das Lesen und Verfassen von Publikationen. Die zweite Auflage enthält 1000 zusätzliche Begriffe.
    Laboratories are the source of all medical, pharmaceutical, chemical, and bioscientific research. Scientific English in the laboratory is a prerequisite for efficient communication and successful work. The corresponding terminology for lab facilities, equipment, tools, methods and technology is of equal importance as that of chemicals and safety-relevant issues. The Laboratory Dictionary contains some 12,500 terms in both languages (German English) that are essential for living, surviving, and working in the lab. The Laboratory Dictionary will prove itself useful in working with manuals, catalogs, and operation instructions delivered with laboratory equipment as much as for reading and writing of scientific publications. The 2nd edition contains 1000 additional entries.

  • In diesem Buch erfahren Sie, was Biosphere Reserves eigentlich sind?! Warum wurden sie gegründet? Wie werden sie verwaltet? Und was haben sie mit Nachhaltigkeit zu tun? Angesprochen sind alle, die in diesem Bereich arbeiten oder forschen, diese führen und verwalten, sowie Politikerinnen, Politiker oder Wirtschaftstreibende die sich mit Wegen zur Nachhaltigkeit beschäftigen. Sie werden überrascht sein über die Vielfalt der Fragestellungen und Probleme, vor allem aber über die Strategien und Lsungen, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz erarbeitet wurden.

  • Sebastian Goderbauer zeigt, dass das Einteilen von Wahlkreisen für die Deutsche Bundestagswahl aufgrund der gesetzlichen Vorgaben als ein mathematisches Optimierungsproblem angesehen werden kann. Er gibt eine detaillierte Komplexitätsanalyse des zugrundeliegenden Partitionsproblems an und untersucht, welches die beste Wahlkreisanzahl für Deutschland ist. Der Autor entwickelt einen optimierungsbasierten Algorithmus zum Einteilen von Wahlkreisen und wendet diesen auf deutsche Bevlkerungsdaten an.

  • Sabine Elter untersucht Zusammenhänge zwischen dem funktionalen Denken und dem Experimentieren mit Computersimulationen von Lernenden in einem Schülerlabor. Sie zeigt Chancen und Gefahren beim Umgang mit Funktionen auf, die mit den Eigenschaften der Simulationen verbunden sind: So knnen fehlerhafte Hypothesen über funktionale Zusammenhänge entstehen und zugleich qualitative Überlegungen zu untersuchten Zusammenhängen verhindert werden. Im Rahmen ihrer qualitativen Untersuchung von Arbeitsweisen im MATHEMATIK-Labor erarbeitet die Autorin ein Kategoriensystem zur Klassifizierung von Handlungen beim funktionalen Denken in Mathematisierungssituationen und ein weiteres zur Unterscheidung verschiedener Strategien beim Experimentieren in virtuellen Lernumgebungen. Zudem stellt sie zwei komplexe außermathematische Phänomene, den Regenbogen und den Scheibenwischer, vor und analysiert diese mathematisch.

  • Birgitta Hrnschemeyer entwickelt in Anbindung an das stadthydrologische Modell SWMM (US EPA) ein Simulationsmodell, das die standortgerechte Simulation der Verdunstung von Vegetation im urbanen Raum erlaubt. Für urbane Freiflächen erfolgt die Prozessmodellierung des Energie- und Wasserhaushalts für das gesamte System BodenPflanzeAtmosphäre. Das Prozessmodell ermglicht mithilfe meteorologischer und vegetationskundlicher Kenndaten eine raum-zeitlich differenzierte Berechnung, die auch die jährliche Vegetationsdynamik darstellt. Dabei wird die Modellierung blau-grüner Infrastruktur zur Regenwasserbewirtschaftung explizit berücksichtigt. Aufgrund der Skalierbarkeit für mikro- und mesoskalige Untersuchungen bietet das Modell darüber hinaus die Mglichkeit, verschiedene Effekte in der urbanen Wasser- und Energiebilanz zu analysieren. 

  • Ali Masoudi Alavi untersucht die kristallinen Reaktionsprodukte bei der chemischen Härtung von Natrium- und Kalium-Wassergläsern mit Aluminium-Tetrametaphosphat. Der Autor findet dabei Hinweise auf den Härtungsmechanismus und zeigt, dass die Härtungsreaktion in zwei Stufen erfolgt. Im ersten Schritt findet eine Ionen-Austausch-Reaktion zwischen den Alkali-Ionen des Wasserglases und Aluminium-Ionen des Metaphosphats statt. In einem zweiten Schritt erfolgt die mehrstufige Depolymerisation der cyclischen Phosphat-Strukturen hin zu Alkali-Hydrogenphosphaten als finales Depolymerisationsprodukt.

  • Im Gegensatz zur Entwicklung chemischer Reaktionen durch verständnisbasiertes, rationales Design stellen Screeningmethoden eine komplementäre Herangehensweise dar. Felix Strieth-Kalthoff koppelt zwei Screeningkonzepte - Lumineszenzquenching (mechanismusbasiert) und kombinatorische Chemie (reaktionsbasiert) - synergistisch, um die Entdeckung neuartiger oder unerwarteter Reaktivität zu forcieren. Als Modellsystem hierfür wählt der Autor die Photokatalyse mit sichtbarem Licht, die sich im letzten Jahrzehnt zu einem bedeutenden synthetischen Werkzeug entwickelt hat. Zwei so entdeckte Reaktionen werden exemplarisch optimiert und mittels synthetischer sowie mechanistischer Studien im Detail untersucht. Die detailliert verstandenen Umsetzungen dienen als Grundlage für weiteres rationales Design und aufbauende Entwicklungen.Der Autor: Felix Strieth-Kalthoff (M. Sc.) studierte Chemie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und promoviert dort am Organisch-Chemischen Institut im Arbeitskreis von Prof. Dr. Frank Glorius.

  • Dieses Buch behandelt die Computerapplikationen im Zeitraum 1970 bis 2000 in der Mitteldeutschen Chemieindustrie. Dabei wird die Wirkung von Algorithmen der Computerchemie in der Produktionssphäre dargestellt. Zusätzlich zu diesen fachlich-mathematischen Darstellungen werden reportageartig Stimmungsbilder über diese damals neue Disziplin der Chemie eingeblendet, also ein kulturhistorischer Background gegeben. Damit entsteht zugleich ein historischer Abriss der Chemieindustrie in Mitteldeutschland. Die Applikationen der Computerchemie bilden damals den Versuch der Modernisierung einer an sich im Althergebrachten verharrenden Chemie. Besonders die Einführung der Fuzzy-Set-Theorie stellt jedoch die allein auf Machtausübung organisierten Leitungsstrukturen vor fast unlsbare Probleme. Die Breite der Applikationen von der Moleküldarstellung, der Datenbankrecherche, Fuzzy-Prozesskontrolle der Simulation der Karzinogenität und des Sensorbaus und des Bioabbaus basiert auf einer geschickten multivariaten Verwendung der Algorithmen.

  • Otto Blumenthals Karriere war geprägt von Glück und Tragik. Als erster Doktorand wie auch Biograph David Hilberts stand er dem berühmten Gttinger Milieu sehr nah. Er wirkte fast drei Jahrzehnte an der Technischen Hochschule Aachen, wo er mit Kollegen wie Arnold Sommerfeld, Theodor von Kármán und Erich Trefftz zusammenarbeitete. Als ein weltoffener Geist pflegte Blumenthal viele Freundschaften mit ausländischen Mathematikern. Diese Haltung machte ihn aber zu einem Staatsfeind in den Augen der rechtsradikalen Aachener Studentenschaft, und er verlor 1933 wegen angeblicher politischer Unzuverlässigkeit seine Professur. Nach jahrelangen vergeblichen Versuchen, eine Stelle im Ausland zu erhalten, floh er 1939 nach Holland. Mit der deutschen Besetzung des Landes ab 1940 wurde aber die Lage dort für ihn und seine Frau immer unerträglicher. Nach ihrer Internierung verstarb seine Frau 1943 in einem holländischen Lager. Er selber kam 1944 in Theresienstadt ums Leben.

    Dieser zweite Band macht eine Vielzahl von Schriften und Briefen Otto Blumenthals aus dem Zeitraum 1919-1944 zugänglich. Er beginnt mit einem Essay über Blumenthals Leben für die Mathematik. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit war seine Tätigkeit als Redakteur der Mathematischen Annalen. In den 1920er Jahren wurde die wissenschaftliche Arbeit in Deutschland allerdings stark von wirtschaftlichen und politischen Problemen beeinträchtigt. Sehr belastend war der von den Siegermächten verhängte wissenschaftliche Boykott, durch den versucht wurde, die internationale Zusammenarbeit ohne Beteiligung deutscher Wissenschaftler neu zu organisieren. Diese gespannte Atmosphäre führte zu Konflikten innerhalb der Annalen-Redaktion, die 1928 in einem offenen Machtkampf zwischen Hilbert und L.E.J. Brouwer gipfelten. Blumenthals Verhältnis zu beiden Kontrahenten wie auch seine zentrale Rolle in diesem Konflikt werden neben anderen Themen ausführlich dokumentiert und kommentiert.

  • Als 22-Jähriger enthüllte Felix Klein dem norwegischen Mathematiker Sophus Lie sein immer vorhandenes Bedürfniß nach socialer Thätigkeit, welches mich nicht zufrieden läßt, wenn ich mich nur abstract mit der reinen Wissenschaft beschäftige. Die vorliegende Biographie ver­sucht, die verschiedenen Seiten des herausragenden Mathematikers, Wissenschaftsorganisa­tors und Unterrichtsreformers zu erfassen. Dazu gehren seine visionären Programme und Innovationen für mathematische Gebiete und ihre Anwendungen ebenso wie sein außerge­whnlicher Einsatz für ein hheres Niveau des mathematischen Unterrichts. Sein Motto lau­tete: Mathematik für alle, vom Kindergarten bis zur Hochschule, auch für Mädchen und Frauen. Er selbst nannte es sein allseitiges Programm. Mit Talent und Temperament, mit Diplomatie und Durchsetzungsvermgen konnte er viele auf seine Wege mitnehmen. Felix Klein wurde ein Weltbürger, der sich gegen Chauvinismus wandte und Studierende unabhän­gig von Nation, Religion und Geschlecht frderte. Er bahnte Wege, damit Mathematik Bestandteil der Kultur sowie ein zunehmend besseres Instrument für wissenschaftlich-technischen Fortschritt und Motor für die Wirtschaft werden konnte.
            
            

  • Frederik Sandfort entwickelt ein neues Konzept, um Aldehyde und Ketone als intermolekulare Radikalakzeptoren zu verwenden. Hierzu optimiert er eine photokatalytische Reaktion, untersucht die Substratbreite und klärt den Mechanismus detailliert auf. In der Oxidation von Olefinen wurden geeignete Bedingungen vermutet, um eine intermolekulare Addition des gebildeten nukleophilen Alkylradikals an ein durch ein Proton aktiviertes Carbonyl zu realisieren. Als geeigneter Photokatalysator wurde Mesitylacridinium identifiziert. Zahlreiche 1,3-Dialkoxyprodukte konnten durch Kupplung von Aldehyden mit Alkenen erzeugt werden. Spannend sind zudem die vielfältigen mechanistischen Versuche, die zur Klärung des Reaktionsmechanismus durchgeführt wurden.
    Der Autor:

    Frederik Sandfort M.Sc. studierte Chemie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und promoviert dort zurzeit am Organisch-Chemischen Institut im Arbeitskreis von Prof. Dr. Frank Glorius.

  • Die phylogenetischen Beziehungen innerhalb des Stamms der Arthropoda sind noch immer nicht eindeutig geklärt. Da Arthropoden eine geringe Anzahl homologer, serotonerger Neurone enthalten, knnen sie für phylogenetische Vergleiche herangezogen werden. Die europäische Wanderheuschrecke Locusta migratoria dient als Modellorganismus für die Klasse der Insekten. Martha Maria Kempf untersucht das Muster serotonerger Neurone in der ventralen Ganglienkette während der Embryonalentwicklung von L. migratoria. Mithilfe immuncytochemischer Markierungen von Serotonin ermittelt sie, ab welchem Entwicklungsstadium im Embryo die posterioren Cluster serotonerger Neurone auftreten. Dies soll erste Hinweise liefern, wann diese Zellen in der Embryonalentwicklung entstehen und woher sie abstammen knnen. Die beschriebenen Ergebnisse und Erkenntnisse sind auch für Evolutionsbiologen, Entwicklungsbiologen und Physiologen interessant, da der Neurotransmitter Serotonin im ganzen Tierreich in den verschiedensten Organsystemen weit verbreitet ist, einschließlich der emotionalen Steuerung bei Säugetieren und Menschen.

  • Survivin ist in nahezu allen malignen Tumorerkrankungen überexprimiert und aufgrund seiner dualen Rolle als Apoptose-Inhibitor und Zellzyklus-Regulator an zwei entscheidenden Prozessen der Onkogenese beteiligt. Für die Ausübung beider biologischer Funktionen ist die Interaktion von seinem Kernexportsignal mit dem Exportrezeptor Crm1 essentiell, weshalb die gezielte Inhibition dieser Interaktion einen guten Angriffspunkt für die Krebstherapie darstellt. Lisa Oelschläger analysiert die Effekte supramolekularer Liganden auf die Funktion von Survivin, die mit ihrer hohen Affinität gegenüber oberflächenexponierten Lysin- und Arginin-Seitenketten einen vielversprechenden neuen Ansatz zur gezielten Inhibition der Survivin-Crm1-Interaktion darstellen.

  • Hans-Jürgen Stoppel beschäftigt sich im Rahmen von Projektkursen der gymnasialen Oberstufe in Nordrhein-Westfalen mit der Entwicklung von epistemologischen Beliefs und selbstreguliertem Lernen von Schülerinnen und Schülern. Mithilfe von Mixed Methods untersucht er als Forscher und Lehrer über ein Schuljahr hinweg in Projektkursen zu Codierung und Kryptographie detailliert epistemologische Beliefs und ihre Veränderungen in Verbindung mit selbstreguliertem Lernen. Er beschreibt die Auffassung von Mathematik der Schülerinnen und Schüler als Komponente epistemologischer Beliefs im Hinblick auf die Definition von Mathematik, den Erwerb mathematischen Wissens und des mathematischen Verständnisses sowie die entsprechenden Veränderungen. Die Vertiefung des Kursthemas erlaubt es, die Ergebnisse auch zu Schlüssen auf den Übergang von der Schule zur Hochschule heranzuziehen.

  • Der vorliegende Band umfasst Beiträge von Expertinnen und Experten verschiedener Disziplinen zum fachfremd erteilten Mathematikunterricht in Deutschland. Präsentiert werden neben Überblicks- und Diskussionsbeiträgen aktuelle Forschungsbefunde zum Quer- bzw. Seiteneinstieg und zu fachfremd tätigen Lehrkräften sowie Konzepte der Lehrerfortbildung im Fach Mathematik.Die Herausgeberinnen:

    PD Dr. Raphaela Porsch ist Akademische Rätin am Institut für Erziehungswissenschaft im Arbeitsbereich Schulpädagogik/Schul- und Unterrichtsforschung der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

    Prof. Dr. Bettina Rsken-Winter ist Professorin am Institut für Erziehungswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin mit dem Schwerpunkt Mathematik für die Primarstufe.

  • Vanessa Hagedorn untersucht in zwei städtebaulich unterschiedlichen Wohnquartieren den Einsatz von zentralen gegenüber dezentralen Energieversorgungssystemen, welche Technologien wie Photovoltaikanlagen, Quartiersbatteriespeicher, Kessel sowie ein Niedrig-Temperatur-Wärmenetz berücksichtigen. Anhand einer modellgestützten Analyse vergleicht die Autorin die zentralen und dezentralen Energieversorgungssysteme im Hinblick auf verschiedene Kriterien, wie ihre kologischen und konomischen Aspekte, als auch in Bezug auf ihre Energieautarkie miteinander. Erstmalig werden dezentrale Energiesysteme auf Gebäude- und Quartiersebene simultan optimiert. Dies war bisher in vielen Modellen nur getrennt umsetzbar.

  • Frederik Dilling untersucht Einsatzmglichkeiten der 3D-Druck-Technologie für den Mathematikunterricht in der Sekundarstufe II. Dazu wird diese in die fachdidaktische Forschung sowie in die aktuellen curricularen Vorgaben für das Fach Mathematik eingeordnet. Der Autor diskutiert am Beispiel der Analysis die nachfolgenden vier konkreten, an der Universität Siegen entwickelten Einsatzmglichkeiten vor einem stoffdidaktischen Hintergrund: Funktionen einer sowie zweier Veränderlicher, Tangenten an Funktionsgraphen und der Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung.

  • Die Freidlin-Wentzell-Theorie untersucht die Auswirkungen von zufälligen Strungen auf ein dynamisches System. Für stochastische Differentialgleichungen mit additivem oder multiplikativem Rauschen liefert sie ein Wirkungsintegral, dessen Minima kritische Übergänge beschreiben. Zur Bestimmung dieser kritischen Übergänge diskutiert Julia Schäpers einerseits bekannte Methoden aus der Fachliteratur und stellt andererseits einen neuartigen Ansatz vor, mit dem Orbits minimaler Wirkung als heterokline Verbindungen zwischen zwei stationären Zuständen eines Hamilton-Systems berechnet werden knnen. Diese neue Methode unterzieht sie einer genauen Fehleranalyse und erprobt sie an einer Reihe von Beispielen praktisch.

  • Sarah Schnbrodt gibt Einblick in die mathematischen Hintergründe der Support Vector Machine und einer auf der Singulärwertzerlegung basierenden Klassifizierungsmethode. Die Autorin stellt fest, dass sich hinter beiden Methoden elementar-mathematische und anschauliche Konzepte verbergen, die großteils mit Schulmathematik zugänglich sind. Schülerinnen und Schülern wird aufgrund der großen Anwendungsbreite für verschiedene lebensnahe Fragestellungen ein verständlicher Zugang zu Problemlsestrategien des aktuell hchst relevanten maschinellen Lernens gegeben. Perspektiven für die methodisch-didaktische Gestaltung eines Workshops zur mathematischen Modellierung werden aufgezeigt.

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